E Dampfen Forum

Normale Version: Doofer Kunde? Doofer Shop? Oder: die alltägliche Abzocke
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@Anneli Jupp, genau so.
Nur das ich den ersten Laden auf eigenen Wunsch mit Minikleinen Teilen verließ und mich erst im zweiten richtig darauf eingelassen habe. Dann gab es das ganze Programm mit, nach Wunsch, noch Kaffee und/oder Wasser für zwischendurch/zur sackenlassenpause. Ich habe den Laden beinahe komplett durchgetestet und habe ihn mit einer Vollausstattung verlassen - also inkl. ordentlicher Akkus, Akkubox und Ladegerät etcc.pp.
Dann will ich doch auch mal eine Geschichte beisteuern.

Ich war letztes Jahr mal in einem Offliner um mich nach nem neuen MTL VD umzusehen.
(Spoiler: Schlussendlich hab ich nen FeV bei Arthur gekauft Zwinker )

Der Verkäufer dort hat mir doch dann allen Ernstes einen Fumytech Earth Ball als MTL Gerät andrehen wollen.
"Ne ne, der ist auf jeden Fall für MTL, ganz sicher"
Wahrscheinlich hat er den Ladenhüter sonst nicht weitergebracht.

Der Knaller war dann, als ich mich noch nach Menthol Aroma erkundigte und er mir erklärt hat, reines Menthol Aroma sei inzwischen verboten, das dürfe er nicht mehr anbieten.

Ich hab dann nix gekauft und den Laden auch nie wieder betreten.
(07.07.2019, 09:14)Edge schrieb: [ -> ]Wie hättet ihr als Zeugen dieser Szenerie reagiert, hättet ihr vielleicht etwas gesagt?

darauf wollte ich noch einmal eingehen: ich hätte wahrscheinlich nichts gesagt, obwohl es mich auch gejuckt hätte (uns es sich offensichtlich um ein vermeintliches "Profi-Gerät" mit hohem Arbeitsaufwand und Wartungskosten/zeitintensive Selbstwartung handelte). Aber letztlich kauft man ja im Laden auch den Service. Wenn dieses Pärchen mit dem Gerät nicht zurecht kommt, werden sie sich sicher wieder beim Händler (oder hier) melden. Außerdem kann man auch nach Alternativen sowie Vor- und Nachteilen fragen.

Ich habe meine erste E-Zigarette (Juul) spontan online, ohne Beratung oder irgendwas, gekauft. Nutze ich fast gar nicht mehr (wen wundert es). Hätte ich es im Laden gekauft (nach Beratung) und ein anderer Kunde hätte "reingeredet", wäre ich sicher sehr verwirrt gewesen; wahrscheinlich hätte ich sie dennoch gekauft.

Als Verkäufer sollte man dennoch vielleicht die "Basisdaten" abfragen. Rauchtechnik, Gewohnheiten, Erwartungen usw. In einem lokalen Laden hier wird sogar eine Dampf-Probe mit verschiedenen Geräten durchgeführt...
Ich denke man darf insgesamt nicht vergessen wie umfangreich und schwierig eine Erstberatung eigentlich sein kann, wenn man es wirklich gut machen möchte. Vor dem Hintergrund des Zeitbedarfs und den gegenüberstehenden Einnahmen kann ich zunächst verstehen wenn viele Geschäfte diesen Aufwand scheuen. Die Margen lassen es schlicht nicht zu das ich Stunden über Stunden mit der Erstberatung verbringe.

Heute gibt es aber sehr gute Einstiegsgräte die man schlicht jedem ohne großen Aufwand empfehlen kann. Mit diesen Geräte kann doch jeder ausprobieren ob Dampfen überhaupt funktioniert. Die Aufwendige Beratung beschränkt sich dann darauf, wie man Liquid in den Tank bekommt, wie man mit dem Akkuträger umzugehen hat und vielleicht noch wie man eine verbrauchte Coil tauscht.

Vor diesem Hintergrund kann ich die geschilderte Erstberatung absolut nicht nachvollziehen und empfinde sie sogar als fahrlässig. Sollte die Beratung tatsächlich so stattgefunden haben frage ich mich warum nicht eingeschritten worden ist. Ich persönlich würde in so einer Situation nämlich nicht meinen Mund halten.
Keine Frage, der Markt ist riesig und es gibt ganz tolle Geräte. Die meisten dieser Produkte benötigen aber vertiefte Kenntnisse die man zunächst erlernen muss. Da reicht selbst eine ausführlich Beratung nicht aus. Man muss lernen mit den Produkten umzugehen damit sie Spaß machen. Ich stellen doch einem Fahranfänger auch keinen Bugatti auf den Hof.

Ich habe bis vor wenigen Jahren Einsteigern auch gerne einen Flash e Vapor empfohlen, aber zu der Zeit waren die Verdampfer mit Fertigcoil längst noch nicht so gut und zuverlässig wie heute und auch war die Zukunft des Dampfens im allgemeinen ziemlich unsicher. Da wollte man einfach auf Nummer sicher gehen und hat solche Empfehlungen natürlich auch vor dem Hintergrund abgegeben, dass man den Leuten im Anschluss weiterhin helfen kann wenn es Probleme gibt.

Lg
Sven
(07.07.2019, 09:14)Edge schrieb: [ -> ]Anstatt ein in meinen Augen einsteigerfreundliches Setup zu empfehlen, sagte der Verkäufer, 
dass sie gar nicht erst mit günstigem Equipment anfangen sollen, sondern gleich richtig einsteigen müssen.
In deinen Augen ist das vielleicht nicht einsteigertauglich, in meinen Augen schon, bis auf den Preis. Ich habe 1.5 Stunden später und nur 130€ ärmer den Dampferladen verlassen. Mit ner AIO für 30 oder 40€ wäre ich nicht glücklich geworden und das Teil würde in einer Schublade verrotten.

(07.07.2019, 09:14)Edge schrieb: [ -> ]Den krönenden Abschluss bildete dann die Empfehlung, dass, wenn es nicht mehr schmecken sollte, er ihnen den Verdampfer für jew. Einen Zehner neu wickeln würde.
Das ist allerdings schon etwas dreist. Das sollte man für den Kunden bei 220€ natürlich kostenlos anbieten, mit einer Erklärung, wie es gemacht wird und Hinweis auf YT-Videos. So schwierig ist das ja nun auch nicht.

(07.07.2019, 09:14)Edge schrieb: [ -> ]Wie hättet ihr als Zeugen dieser Szenerie reagiert, hättet ihr vielleicht etwas gesagt?  Und seid ihr der Meinung, dass hier jemand unbedarftes ausgenutzt wurde?
Keine Ahnung, da ich nicht dabei war, kann man das schwer beurteilen.
nochmal, Einsteigersysteme sind ja wohl nicht dafür da, dass der Neuling sofort glücklicher Dampfer wird, sondern einfach, Betonung auf einfach, überhaupt mal zum Dampfen kommt. Wenn man das so vermittelt, ist da nix falsches dran. Einem Neuling zu suggerieren, dass das Dampfen nur mit Hochwertigkeit Sinn macht, ist erstmal nicht korrekt. Also heutzutage jedenfalls nicht mehr. Nach der Probierphase, sollte der angehende Dampfer mit Feedback rüberkommen können, so dass man dann eher auf Langfristigkeit gehen kann. Ja, und ab da, werden sowieso alle HWV-bekloppt Laugh
(07.07.2019, 11:43)Pavcc schrieb: [ -> ]Ich habe meine erste E-Zigarette (Juul) spontan online, ohne Beratung oder irgendwas, gekauft. Nutze ich fast gar nicht mehr (wen wundert es). Hätte ich es im Laden gekauft (nach Beratung) und ein anderer Kunde hätte "reingeredet", wäre ich sicher sehr verwirrt gewesen; wahrscheinlich hätte ich sie dennoch gekauft.

Interessant, ich dampfe nun ein paar Jährchen, hab massig Akkuträger, MTL und DTL Verdampfer daheim. Alles Selbstwickler. Bin Selbstwickler und Mischer seit Anfang an. Und was hab ich neulich gekauft? 2 x Juul für meine Frau. Sie könnte jede x beliebige Kombination von unseren Dampfen haben, sie will aber so was winzig klein handliches. Mir ists egal, Hauptsache sie raucht nicht. Zumal die Pods der Juul ja wiederbefüllabr sind. Und ich erwisch mich auch dhin und wieder mal dass ich meiner myblu rumdampfe. Die Einfachheit find sogar ich als sehr erfahrenen Dampfer klasse! Die Juul / myblu / justfog minifit und wie sie alle heissen würd ich nicht schlecht reden. Einzig die Müllproduktion ist zu beanstanden.
ich benutze die Juul schon noch, die Minifit auch. Sie hat/haben irgendwo ihre Berechtigung.
Das mit dem Nachfüllen der Juul pods ist zwar möglich, aber ein bisschen Sauerei. Und die original pods sind teuer.
Wenn es mal ein brauchbares, wiederbefüllbares pod gäbe, wäre ich wieder mehr dabei. Für unterwegs aber immernoch ok.; klein, einfach, unauffällig, stylish.
und "schlechtreden" will ich die Juul sicher nicht. Ich würde sie auch wieder kaufen (als Anfänger), wie oben geschrieben.
Schau dir mal das Jester Pod System an. Ist ein Pod System mit RBA Deck und wiederbefüllbaren Pods. Gibts bei everzon im pre order.
(08.07.2019, 13:51)Pavcc schrieb: [ -> ]Wenn es mal ein brauchbares, wiederbefüllbares pod gäbe, wäre ich wieder mehr dabei. Für unterwegs aber immernoch ok.; klein, einfach, unauffällig, stylish.
Das Joyetech Atopack ist widerbefüllbar.
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