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Normale Version: schlechte fertigköpfe
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Guten Tag

Wollte hier kurz meine Erfahrung bezüglich "schlechter" meiner einung nach fehlkonstruierter Fertigcoils mitteilen.

Ich benutzte ein MTL Gerät von Innocigs (D19) die standartköpfe (coils) sind mit den Wiederständen 0.6 nd 1,2 Ohm erhältlich.
Die Drahtwicklung verläuft senkrecht und ist mit vielen Lagen dünner Watte fest umwickelt.

Leider hatten die 1,2Ohm MTL köpfe von Anfang an einen eher schlechten Geschmack ,auffällig war auch das die Öffnung also der Luftdurchlass in der Coil extrem dünn war so das man an der Luftzufuhr des Tanks den luftstrom kaum regeln konnte .
Ausserdem kam es mir so vor das aufgrund dieser meiner meinung nach fehlerhaften dimensionierung und sehr dichter Watte
immer zu hohe Temeraturen auftraten was sich auch (aber wahrscheinlich nicht nur) auf den Geschmack auswirkte.

Zuletzt haben diese Köpfe in Verbindung mit Sweetenern und Tabakaromen bei sehr mäßigem Gebraucg nicht einemal einen Tag lang durchgehalten bis sie trotz ausreichender tränkung durch und durch schwarz waren.

Die Lösung für zumindest dieses Problem waren die für diesen Verdampfer erhältlichen CLR Köpfe bei denen die Wicklung und Watte Horizontal verlegt sind und ein viel größerer Luftstrom passieren kann. Jetzt kann man den Luftstrom tatsächlich sehr genau über die einstellmöglichkeit am Tank regulieren und auch der Geschmack hat sich so sehr verbessert das man glaubt es mit einem vollkommen anderen Gerät zu tun zu haben.

Mein Fazit dazu ist das es vollkommen fehlerhaft proportionierte Verdampferköpfe gibt was man unter Umständen ,wenn überhaupt leider erst nach langen unangenehmen Phasen des Herruprobierens merkt.

Schade das sowas im Umlauf ist wo es bei der Konstruktion doch echt nicht viele Faktoren zu berücksichtigen gibt.
Wie Du schon selber schreibst, gibt es unterschiedliche Verdampferköpfe.
Das hat auch einen Grund, unterschiedliche Anwendung und individuelles Dampfverhalten,
welches sich in den letzten Jahren t.w. auch geändert hat.
Diesbezüglich ist so Einiges zu berücksichtigen:
Unterschiedliche Liquidzusammensetzung (dick-/ dünnflüssiger),
unterschiedliches Zugverhalten, wie kurze/ lange, häufige/ seltenere, kräftige/ leichtere Züge,
ggf. auch noch andere Leistungseinstellungen.
Daher hilft in der Regel nur selber testen.
Den Verdampfer/ Verdampferkopf, welcher für alle Dampfer optimal ist,
wird es wohl nie geben. Zwinker
Ja das es da unterschiede und verschiedenste Bedürfnisse der Anwender gibt ist klar.
Wenn aber eine vertikale Wicklung in einem Verdampfer einen daerart geringen Durcmesser hat das alleine dieser Durchmesser den Zugwiederstand bestimmt und man an der vorgesehenen Volumenstromregelung am Tank quasi nur auf komplett offen einstellen kann um dann damit MTL zu dampfen dann kann an der Dimensionierung doch grundsätzlich was nicht stimmen.

Was die sehr dichte gewickelte Watte und relativ kleinen Nachflusslöcher angeht dazu möchte ich nichts weiter sagen.

Es liegt aber auch nahe das bei einer derartigen dimensionierung und dem resultierenden schlechten Geschmack tatsächlich wohl auch der Luftstrom nicht ausreicht die coil ausreichend zu kühlen und demnach in dem engen Raum auch bei hochohmigen coils viel höhere Temperaturen entstehen als eventuell nötig und das genau dies die Ursache von schlechtem Geschmack (und eventuell anderen Folgeerscheinungen) ist
Genau das ist begründet mit individuellem Dampfverhalten.
Daher gibt es z.B. für den gleichen Verdampfer Köpfe für
MtL oder DzL.
Beispiel:
Sind die Liquid-Nachflusslöcher groß, bekommt ein kräftig ziehende Dampfer
Probleme, dass zuviel Liquid eingezogen wird, der Verdampfer blubbert und sifft.
Bei einem anderen Dampfer, der nur leicht zieht passt es aber.
Das gleiche gilt für den Luftstrom in Verbindung mit Kühlung.
Wie lange, wie kräftig wird gezogen und gefeuert? ... ist unterschiedlich.
Somit gibt es durchaus Dampfer, welche mit den Standard-Coils klarkommen,
andere aber nicht, ggf. auch weil es ganz einfach der falsche Verdampfer ist,
unabhängig von den Verdampferköpfen.
Nicht umsonst benötigen viele Neueinsteiger erstmal einige Versuche,
bis sie die passenden Verdampferkombi gefunden haben.
Das ist der Nachteil des Dampfens, es ist nicht so einfach wie das Rauchen. Zwinker
Man darf auch nie vergessen das fertige Coils eine Massenproduktion sind. Da kann es schnell mal passieren das eine oder mehrere Chargen schlecht ausfallen und schlimmstenfalls unbrauchbar sind. Das ist dann echt ärgerlich ums Geld.
Was Brummer sagt wundert mich jetzt doch etwas
Ich dachte das gerade bei kräftigem Zug also tendentiell DL Verdampfern die Durchflußlöcher groß , das Liquid etwas flüssiger und die Luftzufuhr groß dimensioniert sein müssen. Denn desto mehr gezogen wird umso mehr Luid muß nachfließen um nicht trocken zunlaufen.

Wogegen bei MTL alles etwas kleiner dimensioniert sein kann da bei wenig Durchzug und Hitze auch weniger verdampft und entsprechend nachfließen muß.

Das die Luftzufur bei MTL geringer sein kann um den Zugwiderstand zu gewährleisten ist klar aber wenn diese durch die enge Coil derart gering ist sodas man am Luftregler des Tanks garnichts mehr einstellen kann dann stimmt ja wohl was nicht.

Verstehe ich das jetzt falsch oder hat da jemand was verdreht?
Mit kräftigem Zug meinte ich nicht viel Luft wie bei DzL.
Wenn ich bei kleiner Luftzufuhr/-Kanal kräftig ziehe,
entsteht ein größerer Unterdruck in der Verdampferkammer
und es wird mehr Liquid nachgezogen, ggf. zuviel.
Bei DzL-Verdampfern sind die Luftkanäle größer,
ein geringerer Unterdruck entsteht, die Liquidzufuhrlöcher
müssen größer sein, da auch i.R mit höherer Leistung gefeuert wird.
Ist aber alles nicht pauschal beantwortbar, die Systeme funktionieren
teils unterschiedlich, bis hin zu unterschiedlichem Docht- und
Drahtmaterial.
Mit der Luftregulierung am Tank stimmt, nutzt nichts, wenn
irgendwo eine Engstelle ist, mit kleinerem Luftdurchlass.
Das der Liquidnachfluß durch "unterdruck" beim Ziehen stattfindet ist mir auch neu.
Ich war der Überzeugung das dies alleine durch die Kappillarwirkung und die "Liquidsäule" im Tank funktioniert.
Das entspricht auch meinen Erfahrungen.
Mich wunderte es schon das mir in Fachgeschäften erzählt wurde das ein Liquidstand bis knapp zur Watte ausreichen würde um problemlos zu dampfen. Tatsächlich hat das auch bei mir funktioniert aber sehr schlecht .
Richtig funktioniert hat das bei immer nur mit einer etwas höheren Liquidfüllung.

Theoretisch spielt der UNterdruck natürlich eine Rolle aber auch bei meinem neuen clr Kopf der bei 1OHM reichlich Luftdurchlass bietet sind die eigentlichen Faktoren für den Nachfluss die Luftzufur und die Füllmenge des Liquids.
Das heist auch bei weit geschlossener LUftzufur und geringem Liquidfüllung (knapp an der Watte) funktioniert der Nachfluss nicht mehr gut.

Aber naja vielleicht spielt dieser Faktor ja doch eine Rolle. Ist mir neu aber irgendwie auch ein wenig logisch.
Zitat:Das der Liquidnachfluß durch "unterdruck" beim Ziehen stattfindet ist mir auch neu.
Ja, das ist so, sonst würde bei den meisten Verdampfern das Liquid nach einer gewissen Zeit unten aus der Airflow laufen. Das was verdampft fließt auch nach. Das erkennst du daran, das kleine Luftbläschen im Tank aufsteigen.

Zitat:Mich wunderte es schon das mir in Fachgeschäften erzählt wurde das ein Liquidstand bis knapp zur Watte ausreichen würde um problemlos zu dampfen. Tatsächlich hat das auch bei mir funktioniert aber sehr schlecht .
Im Prinzip ja, wenn die Liquidlöcher sehr tief liegen, aber irgendwann sollte man dann schon nachfüllen. Wenn die Watte trocken läuft, schmeckts besch....

Zitat:Das die Luftzufur bei MTL geringer sein kann um den Zugwiderstand zu gewährleisten ist klar aber wenn diese durch die enge Coil derart gering ist sodas man am Luftregler des Tanks garnichts mehr einstellen kann dann stimmt ja wohl was nicht.
Doch! Dein Verdampfer kann mit unterschiedlichen Coils benutzt werden. Für DTL kannst du die Airflowcontrol halb oder voll öffnen. Bei den MTL-Coils ist das eben nicht nötig
Davon ab wundert es mich nicht, dass ein nicht klares Liquid die Watte auch abdunkelt, und dass nach einer gewissen Menge die Watte auch dunkler ist, als das Liquid selbst. Von nischt kommt halt nischt und wenn dort "Farbstoffe" im Spiel sind, dann setzt sich halt was ab... Und Tabak ist halt nicht klar! Und wenn es dann noch süsser Tabak ist, dann setzt sich halt noch mehr ab.
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